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AUSTRIA - ÖSTERREICH

Blessed John Paul II was a pilgrim to Austria in 1983, 1988 and 1998. Pope Benedict XVI has visited Austria in 2007 for the 850th anniversary of the foundation of the Shrine of Mariazell.

Heilige Maria, makellose Mutter unseres Herrn Jesus Christus,
in dir hat Gott uns das Urbild der Kirche
und des rechten Menschseins geschenkt.
Dir vertraue ich das Land Österreich und seine Bewohner an:
Hilf uns allen, deinem Beispiel zu folgen
und unser Leben ganz auf Gott auszurichten!
Laß uns, indem wir auf Christus schauen, ihm immer ähnlicher, wirklich Kinder Gottes werden!
Dann können auch wir, erfüllt mit allem Segen seines Geistes,
immer besser seinem Willen entsprechen
und so zu Werkzeugen des Friedens werden für Österreich,
für Europa und für die Welt.
Amen.

Here below are responses to Totus2us podcasts given by Austrians
- many thanks to you all   ♥

You can download the free mp3 audio recordings individually by right clicking on the diamond  

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Alexandra      ¤

"Mary is a beautiful, loving mother for me."

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Amir      ¤

"Mary loves us all and we love her."

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Karl     ¤

"I think Our Lady is in a way the door to Christ, the portal to Christ, and a very important person for intercessions for the whole world."

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Katarina

"Our Lady means a lot to me because I'm a mother of 6 and she's always a big help."

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Katrin

"Mother Mary for me is the guiding hand in my life who has answered my prayers and led me to the happiness I'm in now."

Katrin gives her response in English & German.

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Mgr Leo Maasburg

3 2us on John Paul II    ¤

3 2us on Blessed Mother Teresa     ¤

3 2us on the Holy Trinity     ¤

3 2us on Mary, Mother of God    ¤

3 2us on the Immaculate Conception    ¤

3 2us on Our Lady's birthday    ¤

3 2us on Our Lady of the Rosary    ¤

3 2us on All Saints    ¤

3 2us on the Birth of John the Baptist     ¤

Father Leo is the national director for 'Missio' (Päpstliche Missionswerke in Österreich - based in Vienna).

For many years, he accompanied Mother Teresa on her journeys and to the openings of new houses on different continents. He preached retreats for her sisters all over the world. When Mother Teresa opened her first houses in Moscow and in Armenia in 1988, Father Leo was the sisters' spiritual counsellor for several months, and thus the first 'official' Catholic priest in the Soviet Union at that time. Afterwards, together with an Italian businessperson, he launched the Catholic radio station Radio Maria, which is now present on all the continents. In the context of the beatification Mother Teresa, he's the only member of the team who does not belong to Mother Teresa’s Congregation. He has written a book 'Mother Teresa - Wonderful Stories' which is currently published in German, Macedonian & Albanian; the English translation will be out soon.

You can read a v good interview he gave in May 2009 here - eg of Q&A:
How do you see young people today, how can they be attracted to the church?
"I see now primarily young people in Austria. Two things are happening. They are really poor in the sense as Mother Teresa understood poverty. She spoke about physical poverty, social poverty and spiritual poverty. These poor young people are in a terrible spiritual poverty. Christ was never announced or shown to them. At the same time, a miracle is happening: small groups, communities, prayer groups come up, and young people are very open for these groups. I am astonished how open they are and what a longing they have after truth. In a time, in which it is repeated to us that there is no truth, that everything is relative, they are interiorly called to seek the only stable truth, which we find in Christ."

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Philip

"What Mary means to me is first and foremost a mother, who I can always turn to and who always listens and always protects us."

Sylvester           in German

"I read a book about Saint Benedict and I was very interested and impressed by what he did; how he was able to communicate with God. He had such a strong faith that he was able to really understand what God wanted out of him and thereby really enabled great things to happen. Many of his monasteries still exist today, including Monte Cassino, and the Benedictine monks are around the world and their work is great."

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Titine       

"I've grown up with Our Lady, since I was born we've been praying the rosary at home. She's for me the best mother, the mother I can always come to with any joy, worry, sorrows. I entrust my children to Our Lady every day; I put mentally all of my children on her lap, because I know she can look after them much better than I can. We have a lot of graces through the intercession of Our Lady."

Gebet von Johannes Paul II

Bei der Wallfahrt zum Heiligtum Mariazell

1. Selig bist Du, Maria, die Du geglaubt hast! So lobpreisen wir Dich zusammen mit Elisabeth (Lk 1, 45). Selig bist Du, Mutter unseres Herrn Jesus Christus und Mutter der Kirche. 

Unser aller Mutter bist Du, die wir heute diese Wallfahrt zu Deinem Heiligtum in Mariazell unternommen haben: Bischöfe, Priester, Diakone, Ordensleute, Seminaristen, Novizen und viele Gläubige von nah und fern zusammen mit dem Nachfolger des Apostels Petrus inmitten des pilgernden Gottesvolkes.

Vor Dir möchten wir dieses Gebet unserer Weihe aussprechen. Deinem reinen Herzen vertrauen wir alles an, was uns in dieser Stunde zutiefst bewegt: all unsere berechtigten Wünsche und Hoffnungen, zugleich aber auch unsere Sorgen und Leiden. Führe uns mit unseren Freuden und Lasten zu Deinem Sohn, in das Heiligtum seines liebenden Herzens, damit er seinen Brüdern und Schwestern den Vater zeige, das selige Ziel unserer Wege.

2. Heilige Mutter von Mariazell! Dir überantworten wir dieses Land mit seinen Dörfern und Städten, ganz Österreich und seine Bewohner. Sein kostbares Erbe, das Christentum, möge weiterhin das Leben der einzelnen und der Familien, das Leben der Gesellschaft und des Staates heilen und prägen. Es helfe allen, den tiefsten Sinn ihres irdischen Lebensweges zu finden. Es wecke wieder Mut und Hoffnung für die Tage und Jahre, die kommen.

3. Deinem mütterlichen Herzen, Maria, vertrauen wir vor allem diejenigen an, die von Leid und Schmerz bedrückt sind: Kranke und Behinderte, Männer und Frauen in schwierigen Ehen, Kinder in zerstrittenen Familien, Menschen mit drückenden Schulden, Arbeitslose, Entwurzelte, Strafgefangene. Wieviel Tränen, wieviel Angst, wieviel Dunkel auf dem Weg!

Das Kreuz Deines Sohnes leuchte ihnen auf als Zeichen des unendlichen Erbarmens Gottes. Zeige ihnen die Gesinnung Christi, die es möglich macht, das Böse durch das Gute zu besiegen (Röm 12, 21) durch tapfere Liebe zu einer neuen Lebenserfüllung zu gelangen. Nimm an, barmherzige Mutter, jeden selbstlosen Samariterdienst, jede freiwillig geschenkte Stunde im Dienst für den Nächsten in Bedrängnis!

4. Ebenso empfehlen wir Dir die Menschen in der vollen Kraft ihres Lebens, Männer und Frauen, die für ihre Familie, für ihren Berufsbereich, für die Gemeinschaftsaufgaben im Lande verantwortlich sind. Laß sie in der Frohen Botschaft Licht und Kraft für ihre Pläne und Entscheidungen finden, geleitet von einem reifen christlichen Gewissen: die Väter und Mütter, die Lehrer und Ärzte, die Wissenschaftler und Politiker, die Polizisten, Soldaten und alle, die dem Gemeinwohl dienen. Zeige ihnen den leuchtenden Wert der Wahrheit, das hohe Gut der Gerechtigkeit, den stillen Glanz der Selbstlosigkeit!

5. Deinen mütterlichen Schutz, Maria, erbitten wir auch für die junge Generation: Kinder, Burschen und Mädchen, junge Männer und Frauen. Geleite sie behutsam Schritt für Schritt auf dem Weg christlicher Verantwortung für sich selbst und die Gemeinschaft: die Mutigen und die Starken, die Unternehmungslustigen und die Zupackenden; ebenso die Stillen, die Zögernden, die Abwägenden; die Lachenden und die Ernsten.

Laß in ihren Herzen das Licht jener Ideale nicht verlöschen, die dem Leben des Menschen seinen wahren Wert geben. Niemand soll sie auslöschen: weder die jungen Menschen selbst noch irgendjemand sonst. Mutter, segne die Jugend, daß sie fähig werde, von sich selbst viel zu fordern und anderen viel zu geben, den Versuchungen einer Genußwelt zu widerstehen und dem Wohl ihres Nächsten zu dienen.

6. Schließlich weihen wir Dir, Gottesmutter von Mariazell, die Kirche Jesu Christi hier in Österreich: alle, die in ihr Verantwortung tragen und ihr dienen, alle Hirten und Gläubigen ín den Diözesen Salzburg und Wien; Sankt Pölten und Linz; Graz-Seckau und Eisenstadt; Gurk, Innsbruck und Feldkirch. Die Kirche erfülle heute wie in Zukunft ihren Heilsauftrag: im Namen des Evangeliums Jesu Christi, in fester Einheit mit den anderen Ortskirchen der Weltkirche und mit dem Petrusamt in Rom, zum Wohl und Segen aller Menschen dieses Landes, der Einheimischen und der Zugezogenen, der Gläubigen und der Suchenden.

Mutter der Kirche, zeige dem Volk Gottes in diesem Lande wieder den Weg, Berufungen zum Priestertum und Ordensleben in größerer Zahl zu entdecken und zu fördern. Möge sich zugleich das vielfältige Laienapostolat noch vertiefen und ausbreiten, die missionarische Verantwortung aller noch zunehmen. Magna Mater Austriae, segne die Kirche Österreichs!

Christus, Guter Hirt der Deinen, nimm im Herzen Deiner Mutter unser ganzes Vertrauen, unseren guten Willen, unsere hochherzige Weihe entgegen. Amen.

- Dienstag, 13. September 1983

Benedict XVI's Greeting and Prayer before the Mariensäule 
Am Hof, Vienna

Your Eminence, Your Honour, Dear Brothers and Sisters!

As the first stop of my pilgrimage to Mariazell I have chosen the Mariensäule, to reflect briefly with all of you on the significance of the Mother of God for Austria past and present, and her significance for each one of us. I offer a cordial greeting to all those gathered here to pray beneath the Mariensäule. I thank you, dear Eminence, for the warm words of welcome at the beginning of our celebration. I greet the Mayor of the capital and the other Authorities present. I particularly greet the young people and the representatives of the foreign-language Catholic communities in the Archdiocese of Vienna, who will gather after this Liturgy of the Word in the church and will remain until tomorrow in adoration before the Blessed Sacrament. I have heard that you have been here for three hours already. I can only express my admiration and say Vergelt’s Gott! With this adoration you will very concretely accomplish what all of us wish to do in these days: with Mary, to look to Christ.

From earliest times, faith in Jesus Christ, the incarnate Son of God, has been linked to a particular veneration for his Mother, for the Woman in whose womb he took on our human nature, sharing even in the beating of her heart. Mary is the Woman who accompanied Jesus with sensitivity and deference throughout his life, even to his death on the Cross. At the end, he commended to her maternal love the beloved disciple and, with him, all humanity. In her maternal love, Mary continues to take under her protection people of all languages and cultures, and to lead them together, within a multiform unity, to Christ. In our problems and needs we can turn to Mary. Yet we must also learn from her to accept one another lovingly in the same way that she has accepted all of us: each as an individual, willed as such and loved by God. In God’s universal family, in which there there is a place for everyone, each person must develop his gifts for the good of all.

The Mariensäule, built by the Emperor Ferdinand III in thanksgiving for the liberation of Vienna from great danger and inaugurated by him exactly 360 years ago, must also be a sign of hope for us today. How many persons, over the years, have stood before this column and lifted their gaze to Mary in prayer! How many have experienced in times of trouble the power of her intercession! Our Christian hope includes much more than the mere fulfilment of our wishes and desires, great or small. We turn our gaze to Mary, because she points out to us the great hope to which we have been called, because she personifies our true humanity!

This is what we have just heard in the biblical reading: even before the creation of the world, God chose us in Christ. From eternity he has known and loved each one of us! And why did he choose us? To be holy and immaculate before him in love! This is no impossible task: in Christ he has already brought it to fulfilment. We have been redeemed! By virtue of our communion with the Risen Christ, God has blessed us with every spiritual blessing. Let us open our hearts; let us accept this precious legacy! Then we will be able to sing, together with Mary, the praises of his glorious grace. And if we continue to bring our everyday concerns to the immaculate Mother of Christ, she will help us to open our little hopes ever more fully towards that great and true hope which gives meaning to our lives and is able to fill us with a deep and imperishable joy.

With these sentiments I would now like to join you in looking to Mary Immaculate, entrusting to her intercession the prayers which you have just now presented, and imploring her maternal protection upon this country and its people:

Holy Mary, Immaculate Mother of our Lord Jesus Christ, in you God has given us the model of the Church and of genuine humanity. To you I entrust the country of Austria and its people. Help all of us to follow your example and to direct our lives completely to God! Grant that, by looking to Christ, we may become ever more like him: true children of God! Then we too, filled with every spiritual blessing, will be able to conform ourselves more fully to his will and to become instruments of his peace for Austria, Europe and the world. Amen.

 

 

 

 

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Papst Benedikt XVI Worte über seine apostolische Reise nach Österreich
- in Croatian, English, French, German, Italian, Portuguese & Spanish

"Liebe Brüder und Schwestern!
Heute möchte ich auf den Pastoralbesuch Rückschau halten, den ich zu meiner Freude in den vergangenen Tagen Österreich abstatten konnte, einem Land, das mir sowohl wegen der Nachbarschaft zu meiner Heimat als auch durch die zahlreichen Kontakte, die ich stets zu ihm gehabt habe, besonders vertraut ist. Der eigentliche Anlaß dieses Besuchs war das 850-Jahr-Jubiläum des Heiligtums Mariazell, des bedeutendsten Marienheiligtums Österreichs, das auch von den ungarischen Gläubigen geliebt und von Pilgern aus anderen Nachbarstaaten in großer Zahl besucht wird. Es handelte sich also zuallererst um eine Pilgerreise, die unter dem Leitwort »Auf Christus schauen« stattfand: Maria entgegengehen, die uns Jesus zeigt. Von Herzen danke ich Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien, und dem gesamten Episkopat des Landes für das große Engagement, mit dem sie meinen Besuch vorbereitet und begleitet haben. Ich danke der österreichischen Regierung und allen zivilen und militärischen Autoritäten für die wertvolle Zusammenarbeit, die sie geleistet haben; insbesondere danke ich dem Herrn Bundespräsidenten für die Herzlichkeit, mit der er mich empfangen und in den verschiedenen Momenten des Besuches begleitet hat. Die erste Station war bei der Mariensäule, eine historische Säule, auf der die Statue der Immaculata, der Unbefleckten Jungfrau, steht: dort bin ich tausenden Jugendlichen begegnet und habe meine Wallfahrt begonnen. Anschließend war es mir ein Bedürfnis, mich zum Judenplatz zu begeben, um dem Mahnmal meine Ehrerbietung zu erweisen, das an die Schoah erinnert.

Um der Geschichte Österreichs und seiner engen Beziehungen zum Heiligen Stuhl ebenso Rechnung zu tragen wie der Bedeutung Wiens in der internationalen Politik, sah das Programm meiner Pastoralreise die Begegnungen mit dem Präsidenten der Republik und dem Diplomatischen Korps vor. Es handelt sich um wertvolle Gelegenheiten, bei denen der Nachfolger Petri die Möglichkeit hat, die Verantwortlichen der Nationen aufzufordern, stets das Anliegen des Friedens und der echten wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung zu fördern. Mit Blick besonders auf Europa habe ich erneut meine Ermutigung ausgesprochen, den aktuellen Einigungsprozeß auf der Grundlage von Werten voranzubringen, die am gemeinsamen christlichen Erbe inspiriert sind. Mariazell ist im übrigen eines der Symbole der Begegnung der europäischen Völker im Zeichen des christlichen Glaubens. Wie könnte man vergessen, daß Europa Träger einer Denktradition ist, die Glaube, Vernunft und Gefühl verbindet? Bedeutende Philosophen haben, auch unabhängig vom Glauben, die zentrale Rolle anerkannt, die vom Christentum entfaltet wurde, um das moderne Bewußtsein vor dem Abgleiten in Nihilismus oder Fundamentalismus zu bewahren. Die Begegnung mit den politischen und diplomatischen Autoritäten in Wien war also eine äußerst günstige Gelegenheit, meine apostolische Reise in den aktuellen Kontext des europäischen Kontinents zu stellen.

Die eigentliche Wallfahrt habe ich am Samstag, den 8. September, unternommen, dem Fest Mariä Geburt, dem das Heiligtum Mariazell geweiht ist. Dessen Ursprung geht auf das Jahr 1157 zurück, als ein Benediktinermönch aus der nahegelegenen Abtei St. Lambrecht, der als Prediger dorthin gesandt worden war, die wundertätige Hilfe Mariens erfahren hat, von der er eine kleine Holzstatue bei sich trug. Die Zelle, wo der Mönch die kleine Statue aufstellte (Maria-Zell), wurde in der Folge zum Wallfahrtsziel, und im Laufe von zweihundert Jahren wurde ein bedeutendes Heiligtum errichtet, wo man auch heute noch die Gnadenmutter als Magna Mater Austriae verehrt. Es war für mich eine große Freude, als Nachfolger Petri an jenen heiligen Ort zurückzukehren, der den Völkern Mittel- und Osteuropas so lieb und teuer ist. Ich habe dort die beispielhafte Unverzagtheit Tausender und Abertausender von Pilgern bewundert, die trotz Regen und Kälte mit großer Freude und Glauben an dieser Jubiläumsfeier teilnehmen wollten, wo ich ihnen das zentrale Thema meines Besuches erläuterte: »Auf Christus schauen«; dieses Thema hatten die Bischöfe Österreichs während der neunmonatigen Vorbereitungszeit mit Weisheit vertieft. Aber erst als wir im Heiligtum anlangten, haben wir den Sinn jenes Leitwortes voll verstanden: auf Jesus schauen. Vor uns standen die Statue der Muttergottes, die mit einer Hand auf das Jesuskind zeigt, und oben, über dem Altar der Basilika, der Gekreuzigte. Dort hat unsere Wallfahrt ihr Ziel erreicht: Wir haben in jenem Kind im Arm der Mutter und in jenem Mann mit den ausgebreiteten Armen das Antlitz Gottes geschaut. Mit den Augen Mariens auf Jesus schauen bedeutet, Gott zu begegnen, der Liebe ist, der für uns Mensch geworden und am Kreuz gestorben ist.

Zum Abschluß der Meßfeier in Mariazell habe ich den vor kurzem in ganz Österreich neu gewählten Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte die »Sendung« erteilt. Eine vielsagende kirchliche Geste, mit der ich das große »Netz« der Pfarreien im Dienst von Gemeinschaft und Mission unter den Schutz Mariens gestellt habe. Im Heiligtum habe ich dann Momente freudiger Brüderlichkeit mit den Bischöfen des Landes und mit der Kommunität der Benediktiner erlebt. Ich bin den Priestern, Ordensleuten, Diakonen und Seminaristen begegnet und habe mit ihnen die Vesper gefeiert. Geistlich vereint mit Maria haben wir den Herrn gepriesen für die demütige Hingabe so vieler Männer und Frauen, die sich seiner Barmherzigkeit anvertrauen und sich dem Dienst Gottes weihen. Diese Personen bemühen sich, gleichwohl mit ihren menschlichen Grenzen, ja gerade in der Einfachheit und Demut ihrer Menschlichkeit, allen einen Widerschein der Güte und Schönheit Gottes zu schenken, indem sie Jesus auf dem Weg der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams folgen, den drei Gelübden, die richtig verstanden werden müssen, das heißt in ihrer wahren christologischen, nicht individualistischen, sondern beziehungsmäßigen und kirchlichen Bedeutung.

Am Sonntag vormittag habe ich dann im Wiener Stephansdom den Festgottesdienst zelebriert. In der Predigt habe ich zur Unterstützung der Bewegung »Allianz für den Sonntag« besonders die Bedeutung und den Wert des Sonntags vertiefen wollen. Dieser Bewegung gehören auch nichtchristliche Personen und Gruppen an. Als Gläubige haben wir natürlich tiefe Gründe dafür, den Tag des Herrn so zu leben, wie es uns die Kirche gelehrt hat. »Sine dominico non possumus!«: Ohne den Herrn und ohne seinen Tag können wir nicht leben, erklärten die Märtyrer von Abitene (im heutigen Tunesien) im Jahr 304. Auch wir Christen des dritten Jahrtausends können ohne Sonntag nicht leben: einen Tag, der der Arbeit und der Ruhe Sinn gibt, der die Bedeutung der Schöpfung und der Erlösung vergegenwärtigt, den Wert der Freiheit und des Dienstes am Nächsten zum Ausdruck bringt… Das alles ist der Sonntag: weit mehr als ein Gebot! Wenn die Bevölkerungen mit alter christlicher Kultur diese Bedeutung aufgeben und zulassen, daß aus dem Sonntag lediglich ein Wochenende oder eine Gelegenheit für weltliche und kommerzielle Interessen wird, dann heißt das, daß sie beschlossen haben, auf ihre Kultur zu verzichten.

Unweit von Wien liegt die Abtei Heiligenkreuz, und es war für mich eine Freude, jene blühende Kommunität der Zisterziensermönche zu besuchen, die ohne Unterbrechung seit 874 Jahren besteht! An die Abtei angeschlossen ist die Philosophisch-Theologische Hochschule, die unlängst den Titel »Päpstliche Hochschule« erhielt. Während ich mich besonders an die Mönche wandte, habe ich an die große Lehre des hl. Benedikt über das Officium divinum, den Gottesdienst, erinnert und den Wert des Gebets als Dienst des Lobes und der Anbetung hervorgehoben, der Gott für seine unendliche Schönheit und Güte gebührt. Dem Gottesdienst darf nichts vorgezogen werden – sagt die Regel des hl. Benedikt (43,3) –, so daß das ganze Leben mit seinen Arbeits- und Ruhezeiten in der Liturgie zusammengefaßt und auf Gott ausgerichtet wird. Auch das theologische Studium darf nicht vom geistlichen Leben und vom Gebet getrennt werden, wie der hl. Bernhard von Clairvaux, Gründervater des Zisterzienserordens, nachdrücklich betont hat. Das Bestehen der Theologischen Akademie neben der Abtei bezeugt diese Verbindung zwischen Glaube und Vernunft, zwischen Herz und Verstand.

Die letzte Begegnung meiner Reise war die mit der Welt des Ehrenamtes. Auf diese Weise wollte ich den vielen Menschen verschiedenen Alters, die sich sowohl in der kirchlichen Gemeinschaft wie in der Zivilgesellschaft freiwillig zum Dienst am Nächsten verpflichten, meine Wertschätzung bekunden. Das Ehrenamt ist nicht nur ein »Tun«: Es ist vor allem eine Seinsweise, die vom Herzen, von einer Haltung der Dankbarkeit gegenüber dem Leben ausgeht und dazu anspornt, die empfangenen Gaben »zurückzuerstatten« und mit dem Nächsten zu teilen. Aus dieser Sicht habe ich aufs neue zur Kultur des Ehrenamtes ermutigen wollen. Die Tätigkeit des Freiwilligen darf nicht gleichsam als ein »Lückenbüßer« für den Staat und die öffentlichen Einrichtungen gesehen werden, sondern vielmehr als eine komplementäre und stets notwendige Präsenz, um die Aufmerksamkeit für die Letzten lebendig zu erhalten und bei den Einsätzen einen persönlich gestalteten Stil zu fördern. Es gibt daher niemanden, der nicht Ehrenamtlicher sein könnte: Auch der bedürftigste und ganz und gar benachteiligte Mensch hat mit Sicherheit viel mit den anderen zu teilen, wenn er seinen Beitrag zum Aufbau der Zivilisation der Liebe anbietet.

Abschließend sage ich dem Herrn noch einmal Dank für diesen Pilgerbesuch in Österreich. Hauptziel war noch einmal ein Marienheiligtum, in dessen Nähe man eine starke kirchliche Erfahrung erleben konnte, so wie es eine Woche zuvor in Loreto mit den italienischen Jugendlichen der Fall gewesen war. Außerdem ist in Wien und in Mariazell im besonderen die lebendige, treue und vielfältige Wirklichkeit der katholischen Kirche sichtbar geworden, die bei den vorgesehenen Treffen so zahlreich vertreten war. Es handelte sich um eine freudige und mitreißende Präsenz einer Kirche, die wie Maria dazu berufen ist, immer »auf Christus zu schauen«, um ihn allen zeigen und darbringen zu können; einer Kirche, die Lehrmeisterin und Zeugin eines großherzigen »Ja« zum Leben in allen seinen Dimensionen ist; einer Kirche, die ihre zweitausendjährige Tradition im Dienst einer Zukunft des Friedens und des wahren sozialen Fortschritts für die ganze Menschheitsfamilie einsetzt.

Heute darf ich in froher Erinnerung an meinen Besuch in Österreich einige wichtige Momente dieser Pilgerriese hervorheben. Mein Dank gilt einmal mehr den österreichischen Bischöfen und den staatlichen Instanzen sowie allen, die zum Gelingen dieser drei intensiven und gut gestalteten Tage beigetragen haben. Stationen meiner Reise waren das Heiligtum Mariazell, dessen 850-Jahr-Jubiläum ich unter großer Anteilnahme des Volkes Gottes feiern konnte, die Bundeshauptstadt Wien und das Zisterzienserstift Heiligenkreuz. Mit allen, denen ich an diesen Orten begegnet bin, durfte ich auf vielfältige Weise das Motto der Reise – „Auf Christus schauen“ – verwirklichen: An erster Stelle mit den zahlreichen Pilgern, denen die Gnadenstatue der Muttergottes von Mariazell ihren Sohn zeigt; dann mit den Bischöfen, Priestern, Seminaristen und gottgeweihten Männern und Frauen, die im Gebet, im Studium und in ihrem kirchlichen Dienst stets Christus vor Augen haben. Schließlich wollte ich das Motto meines Besuchs mit all jenen teilen, für die der Blick auf Christus Orientierung und Ansporn bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in Politik und Gesellschaft, in der Familie und im freiwilligen Engagement ist. Die heilige Messe im Wiener Stephansdom sollte in diesem Kontext auch die Bedeutung des Sonntags und der sonntäglichen Eucharistiefeier unterstreichen."

* * *

"Zurück in Rom begrüße ich gerne die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache hier auf dem Petersplatz, besonders die Priesteramtskandidaten aus dem Erzbistum Köln und die zahlreichen Schüler- und Jugendgruppen. Ich danke herzlich den Bläsern für ihre wunderbare Darbietung von Gottesliedern und der Bayernhymne. Danke! Laßt euch von Maria zu Christus führen! Der Herr segne und behüte euch auf euren Wegen."

BXVI - Generalaudienz, Mittwoch, 12. September 2007© Copyright 2007 - Libreria Editrice Vaticana

Pope John Paul II's reflection on his 1998 pilgrimage to Austria
General Audience, Wednesday 24 June 1998 - in English, French, German, Italian, Portuguese & Spanish

"Dear Brothers and Sisters,
1. A few days ago I made my third Pastoral Visit to Austria and now, having returned to Rome, I think back on the significant meetings I had with those dear communities. The greatest feeling in my heart is one of gratitude.

First of all, I thank God, the giver of all good things, for allowing me to have this deep spiritual experience filled with liturgical celebrations, moments of prayer and reflection, in view of a fresh springtime for the Church in that beloved country. I particularly thank my revered Brothers in the Episcopate, who in these difficult times spare no energy in their generous service of truth and charity. I encourage them in their pastoral efforts. I would also like once again to thank the Federal President and the public authorities, as well as all the citizens, who welcomed me with truly cordial hospitality.

2. With my visit I wanted to express to the Austrian people my esteem and regard, at the same time making useful observations, as the Successor of Peter, for the future of those particular Churches.

While I discussed the theme of mission in Salzburg, in Sankt Pölten I called for a reflection on the problem of vocations. Lastly, as the high point and principal theme of my journey, I had the joy of adding the names of three servants of God to the rolls of the blessed. During the moving celebration at the Heldenplatz (“Heroes’ Square”) in Vienna, I reminded everyone that Christian heroism lies in holiness.

The “Church’s heroes” are not necessarily those who have made history according to human standards, but the men and women who perhaps, in the eyes of the world, seemed unimportant, but in fact are great in the sight of God. We will look for them in vain among the ranks of the mighty; they remain indelibly inscribed with capital letters in the “book of life”.

The biographies of the new blesseds hold a message for our times. They are documents accessible to all, which people today can read and understand with ease: they speak, in fact, with the eloquent language of real life.

3. I recall with great pleasure the presence and enthusiasm of the many young people, whom I reminded that the Church regards them as the promising wealth of the future. In inviting them to bear courageous witness to Christ without compromise, I stressed what I had written in the Encyclical Redemptoris missio: “People today put more trust in witnesses than in teachers, in experience than in teaching, and in life and action than in theories” (n. 42).

Young people, who are naturally attracted to ideals, especially when they are embodied in life, appreciated this subject. They understood the meaning of my visit to their country: I went to Austria as a pilgrim of faith, as a co-worker of joy, as a partner of truth.

4. I must mention two rather different occasions, but both significant in their own way: the meeting with the authorities and the diplomatic corps at the Hofburg and the visit to the sick and dying at the Rennweg Hospice of Caritas Socialis. On both these occasions I spoke on the same basic theme from different angles: the essential duty of respect for the image of God inscribed in every human being. This is one of the key points in the message I wanted to bring not only to Catholics but to all the inhabitants of Austria.

Every person, in any phase of life, has inalienable value. The address on “the culture of life” aimed at the architects of the European House, becomes a reality, among other things, in institutions such as the Hospice, where the “Gospel of suffering”, read in the light of faith, is rewritten day after day.

Present at the side of all who tirelessly serve in hospitals and nursing homes, present as well at the side of those who do not abandon their seriously ill relatives, is the Lord who recognizes their loving care as being given to him. The sick, with the burden of their sufferings born for the love of Christ, are a precious treasure for the Church and are highly effective collaborators in her work of evangelization.

5. Thinking back to the intense emotions I experienced, I feel the need to repeat what I said at the end of my visit: Credo in vitam! I believe in life. I believe that the Church in Austria is alive. I believe that this life is stronger than the trials which many of the faithful in that beloved country have gone through and are going through. I went among them to help them overcome the difficulties of the moment and to encourage them generously to continue their journey to the Great Jubilee.

Even in Rome the Pope’s heart still beats for Austria. In Christ’s words I say again to everyone: “Let not your hearts be troubled!” (Jn 14:1). Do not only look at the past! Prepare the future with the help of the Holy Spirit! My Pastoral Visit to Austria has ended; now begins a new stage in the pilgrimage that will lead the People of God in Austria to cross the threshold of the new millennium to proclaim, together with the Bishops, the good news of Christ to the generations to come.

“Vergelt’s Gott!” — thank you for everything. God reward you."



After the Catechesis, Papa Giovanni Paolo II greeted the pilgrims in various languages:

Liebe Schwestern und Brüder!
Am Wochenende habe ich Österreich zum dritten Mal besucht, und ich danke Gott, dem Geber alles Guten, für diese intensiven Tage geistlicher Begegnungen. Ich danke allen Österreichern für die viele Mühe vor und während meines Aufenthaltes und für den herzlichen Empfang.

Anlaß und Höhepunkt dieser Reise war die Seligsprechung von drei Österreichern auf dem Heldenplatz in Wien. Die “Helden der Kirche” sind nicht unbedingt diejenigen, die in den Augen der Welt Geschichte geschrieben haben. In den Augen der Menschen mögen sie klein erscheinen, bei Gott aber sind ihre Namen groß geschrieben.

Besonders hat mich gefreut, daß so viele Jugendlichen dabei waren, und begeistert mitgefeiert haben. Meine Pastoralreise ist vorbei. Gebe Gott, daß sie eine neue Etappe auf dem Pilgerweg sei, den das Volk Gottes von Österreich geht.

Gott segne das Land und die Kirche von Österreich auf der Suche nach Wahrheit und Liebe!

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Mit diesen Gedanken grüße ich die Pilger und Besucher, die aus den Ländern deutscher Sprache nach Rom gekommen sind. Unter ihnen heiße ich besonders die Pilgergruppen aus Basel willkommen, die aus Anlaß der Zweihundertjahrfeier der Errichtung der ersten katholischen Kirche nach der Reformation nach Rom gekommen sind. Euch allen, Euren lieben Angehörigen daheim und allen, die mit uns über Radio Vatikan und das Fernsehen verbunden sind, erteile ich von Herzen den Apostolischen Segen.

J'accueille avec plaisir les pèlerins de langue française présents à cette audience, en particulier les familles de l'Ardèche et les fidèles belges de Liège. Que Marie vous aide à suivre le Christ! À tous, j'accorde la Bénédiction apostolique.

I greet all the English-speaking pilgrims, especially those from England, Canada and the United States, and invoke upon all of you peace and joy in our Lord Jesus Christ.

Einen herzlichen Willkommensgruß richte ich an alle deutschsprachigen Pilger und Besucher, die zu dieser Audienz gekommen sind. Besonders grüße ich die Ritter vom Heiligen Grab der Komturei Bozen und die Mitarbeiter des Rupertusblattes aus Salzburg. Euch allen und Euren Angehörigen zuhause sowie den über Radio Vatikan und das Fernsehen mit uns verbundenen Gläubigen erteile ich von Herzen den Apostolischen Segen.

Saludo con mucho afecto a todos los peregrinos de lengua española presentes en esta Audiencia. En particular a los fieles de Extremadura que acompañan a sus Obispos en la visita ad Limina; al Grupo de Generales y Coroneles de la III Promoción de la Academia General Militar de España, pertenecientes al Apostolado castrense y comprometidos en obras caritativas; y a la Delegación de la Provincia de Buenos Aires. A todos os invito a permanecer en la escuela de María, que acompaña a los creyentes a ser en el mundo profetas de la esperanza que no defrauda.

Saúdo os ouvintes de língua portuguesa, especialmente os peregrinos brasileiros aqui presentes, e convido a todos invocarem, pela intercessão de Nossa Senhora, as luzes do Divino Espírito Santo, para que ilumine os participantes da próxima grande Assembléia Especial do Sínodo dos Bispos para a América. Que Deus vos abençoe!

Traduzione italiana del saluto in lingua ceca

Cari parrocchiani di Kromeríz!

"Ut omnes unum sint". Questa preghiera di Gesù durante l'Ultima Cena non permette di rassegnarsi alla divisione dei cristiani. Specialmente alla soglia del Terzo Millennio cresce l'urgenza dell'unità. Il giovane arcivescovo (43 anni) di Polock, Josafat Kuncevic la capì, la annunziò e la visse fino alla santità. Il 12 novembre 1623 versò per essa il suo sangue. La testimonianza del martire dell'unità dei cristiani d'Oriente con la sede di San Pietro ci entusiasma a seguire il suo esempio anche alla fine del 20° secolo.

Vi benedico di cuore insieme a tutti i vostri cari in patria.

Sia lodato Gesù Cristo!

Traduzione italiana del saluto in lingua slovena

Saluto i pellegrini di Šoštanj in Slovenia che sono venuti con il sacerdote Vinko Potocnik, desideroso di celebrare il proprio 25.mo di Sacerdozio nella Città eterna. Con lui rendete grazie per i continui doni effusi sul suo sacerdozio e implorate ulteriori favori celesti sul suo fruttuoso servizio ecclesiale. Possa la visita alle tombe dei Santi Apostoli Pietro e Paolo rendere sempre più forte la vostra Fede.

Con questo desiderio vi imparto la mia Benedizione Apostolica.

Traduzione italiana del saluto in lingua croata

Carissimi fratelli e sorelle, i Sacramenti agiscono in virtù dell'opera salvifica di Cristo e sono testimonianza dell'immenso amore che Dio nutre verso ogni uomo. Essi sono segni visibili della benedizione con la quale il Padre, nel Figlio, per mezzo dello Spirito Santo, eleva a nuova dignità l'uomo e tutto il creato, e sono intimamente legati alla Chiesa.

Saluto tutti i pellegrini croati, in modo particolare quanti di essi ancora attendono notizie circa la sorte dei propri cari, e di cuore imparto a ciascuno la Benedizione Apostolica. Siano lodati Gesù e Maria!

Traduzione italiana del saluto in lingua ungherese

Saluto cordialmente il gruppo di pellegrini ungheresi da Szentendre. San Martino ed il Beato Vilmos Apor siano per voi esempi di imitazione cristiana, come pure di condivisione con i fratelli bisognosi. Vi imparto la Benedizione Apostolica. Sia lodato Gesù Cristo!

Traduzione italiana del saluto in lingua lituana

Con affetto saluto i pellegrini lituani, un gruppo dell'associazione nazionale degli invalidi. Cari fratelli e sorelle, il mistero salvifico della croce di Cristo vi dia la forza di trasformare ogni sofferenza in generosa testimonianza della fede e della dignità umana.

Di cuore imparto a voi qui presenti ed all'intero popolo lituano la mia Benedizione Apostolica. Sia lodato Gesù Cristo.

* * *

Rivolgo ora un cordiale saluto ai pellegrini di lingua italiana, in particolare al Parroco ed ai fedeli della Parrocchia di sant'Alberto Magno in Roma, venuti per ricordare il decimo anniversario della mia Visita alla loro Comunità parrocchiale.

Saluto i cori che partecipano al Quinto Concorso Internazionale di Musica Sacra "Giovanni Pierluigi da Palestrina" e la delegazione della manifestazione fieristica "Flòroma Business", come pure la Cooperativa Edificatoria Ansaloni, che celebra il cinquantesimo anniversario di fondazione. Saluto, altresì, il gruppo dell'Associazione delle Mogli dei Medici Italiani ed i partecipanti al Congresso Nazionale della Società Italiana di Gerontologia e Geriatria.

A tutti esprimo viva gratitudine per la partecipazione a questa Udienza ed auspico di cuore che da essa ciascuno tragga incoraggiamen-to per un sempre più generoso impegno di testimonianza cristiana.

Rivolgo ora un cordiale pensiero ai giovani, ai malati ed agli sposi novelli. La Liturgia odierna ricorda san Giòsafat Kuncevyc, Arcivescovo di Polock e Vitebsk, di rito slavo orientale, che operò infaticabilmente per la causa dell'unità della Chiesa e testimoniò con il sangue il suo amore per Cristo.

L'esempio luminoso di questo Santo sia di sostegno per voi, cari giovani, ad operare sempre a favore dell'accoglienza, della comprensione e della fraternità tra i Cristiani. Incoraggi voi, cari malati, ad unire le sofferenze al sacrificio della Croce, per favorire la comunione di quanti credono ed amano lo stesso Signore. Ed aiuti voi, cari sposi novelli, a fare della vostra famiglia con la preghiera, con il dialogo e con la concordia, una particolare «icona» della Chiesa, mistero di salvezza per tutti gli uomini.

Volentieri imparto a tutti la mia Benedizione.

© Copyright 1997 - Libreria Editrice Vaticana

Pope John Paul II's reflection about his apostolic pilgrimage to Austria in 1988
given at his General Audience, Wednesday 6 July 1988 - in Italian & Spanish

"1. “Ja zum Glauben - Ja zum Leben”: “Sì alla fede - Sì alla vita!”.

In questo motto i Vescovi austriaci, invitando il Papa nel loro Paese dal 23 al 27 giugno scorso, hanno racchiuso il programma della visita. Oggi desidero ringraziare per quest’invito la Chiesa in Austria, indirizzando nello stesso tempo il ringraziamento al Presidente della Repubblica e a tutte le autorità, che hanno avuto un atteggiamento molto benevolo nei confronti di questa nuova visita pastorale, collaborando per la sua preparazione ai diversi livelli e nelle diverse fasi. Approfitto dell’odierna udienza generale per porre in rilievo quest’avvenimento, così come ho fatto in occasione degli altri viaggi compiuti in adempimento del mio ministero pastorale.

2. Si è trattato ora di completare la visita che ebbe luogo nell’anno 1983, durante il cosiddetto “Katholikentag”, e che si limitò a Vienna, capitale dell’Austria, e quindi al Santuario mariano di Mariazell.

Questa volta, invece, Vienna è stata soltanto il punto di partenza del programma; durante i giorni successivi, mi è stato dato di visitare - almeno indirettamente - tutte le diocesi del Paese.

Se la parola programmatica del 1983 si riferiva alla speranza (“Hoffnung leben, Hoffnung geben”), questa volta gli organizzatori hanno concentrato la attenzione sulla fede, sulla vita di fede (“Ja zum Glauben - Ja zum Leben”). Effettivamente non vi è speranza senza la fede. Sulla linea di questo motto, mi è stato dato di incontrarmi con la Chiesa che vive in terra austriaca nelle varie diocesi: Wien, Eisenstadt, sankt Pölten, Linz, Graz-Seckau, Gurk-Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck-Feldkirch.

3. “Ja zum Glauben” - La fede cattolica ha in terra austriaca radici profonde, che risalgono ai tempi romani. In primo luogo occorre nominare qui Lauriacum (oggi Lorch), alla quale è unita la storia del martirio di san Floriano e dell’apostolato di san Severino. Lauriacum era un campo militare romano, nel quale i cristiani non furono soltanto presenti, ma si dimostrarono anche pronti a dare testimonianza della loro fede fino alla morte.

Ai tempi romani risalgono anche Vindobona (oggi Vienna) ed altri centri di quel territorio, in cui si è sviluppato, col tempo, il cristianesimo. Questo vi arrivò come frutto di un’evangelizzazione già regolarmente organizzata e vi si strutturò dapprima intorno alla sede di Salisburgo (il cui Arcivescovo divenne poi “Primas Germaniae”, “Primate della Germania” di allora) e, in seguito, intorno a quelle di Gurk e di Graz, situate alla frontiera del mondo romano, germanico e slavo. Le altre sedi vescovili sono sorte solo più tardi: Vienna nel XV secolo, alcune nei nostri tempi.

4. Questa mia visita pastorale si è iniziata e conclusa con la celebrazione dei vespri: a Vienna, all’arrivo, in onore di san Giovanni Battista, e a Innsbruck, prima della partenza, in onore della beatissima Vergine Maria. Grandi e solenni celebrazioni eucaristiche hanno avuto luogo con una buona partecipazione di fedeli a Trausdorf presso Eisenstadt, a Gurk (insieme con la diocesi di Graz-Seckau), a Salzburg e Innsbruck (insieme con la diocesi di Feldkirch). Oltre all’incontro con le autorità dello Stato, mi sono trovato a Vienna con rappresentanti della comunità ebraica in Austria, un incontro che poi ha avuto il suo completamento tematico-storico nella mia visita al campo di concentramento di Mauthausen.

Nell’ambiente ecclesiastico hanno rivestito una particolare importanza la liturgia della parola con gli uomini e le donne del mondo del lavoro delle diocesi di Linz e Sankt Polten, a Lorch; l’incontro con l’episcopato austriaco, con una rappresentanza di giovani, con ammalati e anziani a Salzburg, e con i ragazzi della gioventù cattolica a Innsbruck. Di speciale significato e intensità spirituale sono stati inoltre la manifestazione avvenuta nella Festspielhaus di Salzburg, con esponenti della scienza, arte e cultura e la celebrazione ecumenica nella stessa città.

5. Assai significativo nel corso della visita è stato il fatto che, in alcuni luoghi, hanno partecipato all’incontro pellegrini provenienti dai Paesi limitrofi. E così confluirono a Trausdorf (Eisenstadt) parecchie decine di migliaia di pellegrini dall’Ungheria, con il Primate e numerosi Vescovi; venne pure un gruppo considerevole di croati con il Cardinale Franjo Kuharic e alcuni Vescovi; infine, un piccolo gruppo di slovacchi con il Vescovo Sokol di Trnava, recentemente ordinato. Pochissimi pellegrini cechi si trovarono a Lorch, insieme col vicario capitolare di Cesskè Budejovice.

È poi da ricordare la celebrazione in tre lingue a Gurk in onore di santa Emma, fondatrice e patrona di quella Chiesa, nel contesto del pellegrinaggio delle tre nazioni (“Dreiländerwallfahrt”): oltre alla lingua tedesca per gli austriaci, si utilizzò la lingua slovena per i pellegrini provenienti dalla provincia slovena della Jugoslavia con l’Arcivescovo di Ljubliana e il Vescovo di Maribor, e la lingua italiana (oltre al dialetto friulano) per i pellegrini della regione di Udine con l’Arcivescovo Alfredo Battisti.

Il motto “Ja zum Glauben” ci conduce, come si vede, attraverso la storia di diversi popoli di quella parte del continente europeo, ed esprime il radicarsi della fede nelle lingue e culture diverse.

6. Per quanto riguarda l’Austria, l’anno 1938 - quindi mezzo secolo fa - portava con sé un evento traumatico che ha lasciato una tragica impronta nella storia di quel Paese e - come è noto - di altri Paesi e nazioni dell’Europa. Allora (nel 1938) l’Austria fu annessa alla Germania (“Anschluss”) e sottoposta al potere di Hitler e del sistema nazionalsocialista.

L’attuale visita papale - dopo cinquanta anni - non poteva rimanere senza un riferimento a quel periodo. Espressione di tale partecipazione sono state prima di tutto la croce commemorativa, collocata nel campo di sterminio e di morte a Mauthausen, e, sempre in tale luogo di morte, la liturgia ispirata alle “Lamentazioni” di Geremia. Accanto ai rappresentanti delle autorità statali, hanno partecipato alla commemorazione anche superstiti di quel campo e le loro famiglie.

I tremendi anni del terrore nazista causarono milioni di vittime di molte nazioni. Una misura particolare di sterminio fu riservata, purtroppo, alla nazione ebraica: questo fatto ha trovato pure espressione nell’incontro con i rappresentanti della comunità israelitica, che vive in Austria.

7. “Ja zum Glauben” - “Ja zum Leben”, come programma del servizio papale in Austria, vuol esser soprattutto l’espressione dei compiti che la Chiesa si propone di fronte alla situazione sociale e culturale del Paese. Sono i compiti della “seconda evangelizzazione”, così come in altri Paesi del nostro continente. Il magistero del Concilio Vaticano II offre un vasto e solido fondamento per tali compiti.

Le diverse serie di incontri, avvenuti durante la visita alle diocesi austriache, hanno messo in evidenza la consapevolezza che esse hanno di questi compiti, ed i seri sforzi che compiono nell’affrontarli. Basti ricordare, per esempio, l’incontro con il mondo della scienza e della cultura, con i lavoratori agricoli e industriali, con i giovani e con i ragazzi, con i malati . . . L’incontro ecumenico e la comune preghiera per l’unità dei cristiani meritano un rilievo speciale.

I compiti più importanti sono stati definiti nel discorso all’episcopato a Salisburgo. Essi sono soprattutto: la famiglia e la gioventù; e, al tempo stesso, nella Chiesa, le vocazioni sacerdotali e religiose insieme con l’apostolato dei laici.

8. L’anno mariano fa sì che tutto questo programma del sì alla fede e alla vita di fede, il programma dell’evangelizzazione della Chiesa in Austria nella prospettiva del terzo millennio, si colleghi con la Madre di Dio. Anche il servizio papale, nel corso dei giorni della visita, si è rivolto a lei, alla sua materna mediazione.

Sono stati giorni pieni di contenuto, pieni di preghiera, la quale in tutti i luoghi ha rivestito la forma di una liturgia - soprattutto eucaristica - straordinariamente bella e matura. Nella cornice della bellezza della natura, che la Provvidenza divina ha elargito generosamente a quel Paese, e sullo sfondo di uno splendido patrimonio di cultura e di arte, l’uomo proclamava in quella preghiera, in modo particolarmente profondo, la gloria del creatore e del redentore, a nome di tutte le creature.

“Benedicite omnia opera Domini, Domino!”."